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in essay

Adieu, tristesse!

Isabella MarboevonIsabella Marboe


Jahrzehntelang war der Bahnhof von Bregenz der Schandfleck, auf den sich ganz Vorarlberg einigen kann. Nun wird er tatsächlich abgerissen. Ein kurzer Text zum langen Abschied.

An die 13.500 Fahrgäste und -gästinnen können kaum irren: Seit 2016 liegt der Bahnhof Bregenz in der einschlägigen Umfrage des Verkehrsclub Österreich jedes Jahr am letzten Platz. Kein Wunder: seit 2016 ist er ein sicherer Abrisskandidat, weshalb die ÖBB größere Investitionen mied. Auf google Maps findet sich im Bereich der Gleisüberführug ein bemerkenswerter Eintrag: „Heilige Kübel von Bregenz“, Touristenattraktion. Der Link dahinter führt zu einer Fotosammlung von Plastikkübeln, die offensichtlich von der Decke tropfendes Wasser auffangen. Sowas hat im sonst so properen Ländle tatsächlich das Zeug zur Touristenattraktion.

Bahnhof Bregenz ©Isabella Marboe

Der Bahnof von Bregenz ist ein Kind seiner Zeit. Industriell gefertigte Massenware vom Fließband in der damaligen Trendfarbe Türkis trifft auf die Formensprache einer mißverstandenen Postmoderne und das Diktat einer automobilhörigen Verkehrspolitik, die längst veraltet, überholt, mehr noch: verpönt ist. Null Zeitlosigkeit, null Weißtanne, null avancierte Handwerkskunst aus dem Bregenzerwald, null baukünstlerische Ambition, null Lokalkolorit. Auf dem Luftbild wirkt seine – natürlich symmetrische – Draufsicht wie ein Hybrid aus gestrandetem Raumschiff, furistischem Insekt und Gekreuzigtem.

Er ist alles, was Vorarlberg nicht ist und auf keinen Fall sein will: verdreckt, vernachlässigt, unordentlich. Gleichermaßen die Negativfolie, die Antithese zur Qualitätsarchitektur, die hier regionale Identität stiftet. Sowas kann nicht aus Vorarlberg kommen, Bauherr sind die ÖBB. Der Architekt und weitere Spezifika zum Bahnhof waren nicht leicht zu eruieren. „Die von Ihnen gewünschten Infos liegen mir leider ni…

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