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Ottokar Uhl: 
Kirche und Seelsorgezentrum Taegu
1964–1966

Ottokar Uhl: Kirche und Seelsorgezentrum Taegu 1964–1966

in ausstellung

Die Welt von gestern

Isabella MarboevonIsabella Marboe

Die Ausstellung „Global – Neutral Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955 – 1989“ entführt in eine Zeit des Aufbruchs, die von Neugier und Faszination für das Fremde geprägt war.

Wir schreiben das Jahr 1976, im iranischen Ramsar findet unter dem Titel „Identitätskrise der Architektur“ ein internationaler Architekturkongress statt. Männer und Frauen aus aller Welt waren gekommen, als Rednerinnen aber waren ausschließlich Frauen zugelassen. Es ging um die Verbindung von Bautradition und Industrialierung, städtische Wohnformen am Land und eine unabhängige regionale Architektur, fünfundzwanzig Frauen aus vierzehn Ländern legten ihre Positionen dar. Auch Alison Smithson war darunter.

Bibliothek und Gemeindezentrum in Lotfabad, Iran vom frauengeführten Büro BANU Consulting Architects ©Architekturzentrum Wien, Sammlung

Und die gebürtige Iranerin Shahrzad Seradj- Kraupp, Jahrgang 1940, die in Wien und Graz Architektur studiert hatte. Ihre Diplomarbeit bei Professor Karl Bieber war eine Diskothek auf einer Autobahn. Zurück im Iran gründete sie mit ihren Kolleginnen Mina Samii uns Keyhadokht Radpour 1971 das erste frauengeführte Büro im Land. Sie nannten es BANU Conuslting Architects, ihre Praxis war von großem sozialen Anspruch gekennzeichnet. Die drei realisierten öffentliche Bauten für bedürftige Familien, behinderte Kinder, ein Schulcampus und mehrere Gemeindezentren.

Der iranische Architekt Djamshid Farassat hatte wiederum in der Meisterklasse von Roland Rainer an der Wiener Akademie der Bildenden Künste studiert. Farassat versuchte bei seiner Konzeption der Industriestadt Aryashar in Isfahar moderne vorgefertigte Bauweisen in einem menschlichen Maßstab auf das iranische Dorf umzulegen, sowie Ökologie und Topografie zu berücksichtigen. Als Rainer der Einladung eines iranischen Stahlunternehmes folgte, begleitete ihn Farassat auf einer Studienreise durch das Land, der wir das großartige Buch „Anonymes Bauen im Iran“ verdanken. Farassats Anteil daran ging unter, die transnationalen Beziehungen aber waren stark. „The Persian Wave: Transnational Dialogues“ heißt das Kapitel in der Ausstellung, das sie beleuchtet. Der internationale Architekturkongress in Ramsar war der dritte von insgesamt drei, die zwischen 1970 und 1976 in Isfahan, Persepolis und Ramsar stattfanden. Farah Diba Pahlavi persönlich, die selbst Architektur studiert hatte, übernahm die Schirmherrschaft, auf einem F…

schaufenster

Villa Rezek © Stefan Oláh
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Haus voll Glas und Licht

Ottokar Uhl: 
Kirche und Seelsorgezentrum Taegu
1964–1966
ausstellung

Die Welt von gestern

Charlotte Perriand in der Ausstellung Synthèse des Arts, Japan 1955 (links: Le Corbusier, Les 8, 1951), © Archives Charlotte Perriand / FLC, VG Bildkunst Bonn, 2025
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