Gemeinsam führen die Büro- und Lebenspartner Dinko Peračić und Miranda Veljačić ihr Studio ARP in Split. Ihre Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass die beiden in ihren Projekten immer gesellschaftskulturellen Mehrwert generieren wollen. Besonders deutlich zeigt sich das auch ihrer Gestaltung von drei Märkten in Vodice, Benkovac und Gruž, einem Stadtteil von Dubrovnik.
Märkte gehören in Kroatien noch zum Alltag. Sie sind mehr als nur Orte, auf denen man Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze und Kräuter kauft. Sie sind auch soziale Treffpunkte. Gesellschaftlich verantwortliche und kontextuell sensible Architektur ist Dinko Peračić und Miranda Veljačić ein großes Anliegen. Die beiden sind Arbeits- und Lebenspartner, beide haben an der Architekturfakultät in Zagreb studiert, Dinko Peračić machte sein Postgraguate am IAAC (Institut für progressive Architektur) in Barcelona und ist derzeit außerordentlicher Professor an der Architekturfakultät in Split. Gemeinsam gründeten sie dort ihr Studio ARP / Peračić-Veljačić.




Auch der Titel ihres Beitrag zum kroatischen Pavillon bei der Architekturbiennale in Venedig 2016 brachte ihre Haltung treffend zum Ausdruck: „We need it – we do it.“ Dabei ging es um die Neunutzung dreier vernachlässigter Bauten, die längst ihre Funktion verloren hatten. Minimale Eingriffe genügten, um sie wieder zu beleben. Ein leeres Industriezentrum in Zagreb wandelten die beiden in ein Zentrum der Alternativkultur um, einen unvollendeten Betonkoloss in Split zu einem Jugendzentrum. In Rijeka bauten sie einen Industriebau aus der Jahrhundertwende minimalinvasiv zum Museum Moderner Kunst um. Als deutliches Signal nach außen wurde die Fassade rot gestrichen.








