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in architektur

Licht für die Ewigkeit

Isabella MarboevonIsabella Marboe

Der Stephansdom in Wien ist das spirituelle Herz Österreichs, Licht das ideale Medium für eine sakrale Atmosphäre. Die Beleuchtung im Dom muss viel mehr können. Der liturgische Jahreskreis erfordert unterschiedliche Stimmungen, der Priester braucht Helligkeit zum Lesen. Lichtplanerisch ist der Dom sehr komplex, podpod design lösten die Aufgabe bravouräs. Ihre Beleuchtungskörper sind kaum zu merken und lassen die Architektur ganz neu erleben.

Wien kann wachsen, wie es will, sein Zentrum ist seit Jahrhunderten gleich. Der Stephansdom ist eine verlässliche Konstante im Stadtbild, nationales Heiligtum und Dauerbaustelle. Die Handwerker und Handwerkerinnen der Dombauhütte sind ständig damit beschäftigt, den empfindlichen Sandstein der originalen Bausubtanz zu erhalten. Was lange währen will, braucht kontinuierliche Reparatur. 1147 wurde die erste romanische Stephanskirche geweiht, 1304 die gotische Chorhalle errichtet, 1433 der Südturm vollendet. Mit dem Nordturm begann man 1450, er blieb unvollendet. Seit 1469 ist Wien Bischofssitz. 1945 brannte der Dom, eine leichtere Stahlkonstruktion ersetzte den versengten Holzdachstuhl. Jedes der kriegsgebeutelten Bundesländer trug zum Wiederaufbau bei, auch Privatpersonen spendeten Ziegel für das Dach mit dem Wappen. Seit 26. April 1952 ist der Dom wieder das spirituelle Herz der Nation.

Gesamtkunstwerk und Dauerbaustelle

St. Stephan ist täglich von 06:00 bis 22:00 offen, an jedem Werktag gibt es sechs Messen, eine Andacht und einen Rosenkranz, Sonn- und Feiertage bringen es auf zehn Gottesdienste, inklusive Hochamt und Vesper. Der Dom ist spiritueller Ort und Touristenmagnet, außerdem ein denkmalgeschütztes Gesamtkunstwerk, das laufend restauriert und an moderne Bedürfnisse angepasst werden muss. Die Beleuchtung bestand aus einer Reihe von Kronlustern, die noch Maria Theresia dem Dom gespendet hatte. Die ursprünglichen Kerzen waren mit elektrischem Licht ersetzt worden, das mit LED-Birnen schrill strahlte, die Hängeleuchten erzeugten und einen hellen Horizont. Als Ebene aus Lichtpunkten schwebte er bodennah im hohen Raum, der darüber in dunklem Schwarz unterging.

Meister Pilgram im Licht. planung podpod design © digitalimage jansenberger

Tagsüber strahlte die Sonne durch die bunten Glasfenster hinter dem Altar. „Morgens, mittags und abends herrschten sehr unterschiedliche Lichtverhältnisse“, erzählt Iris Podgorschek von podpod design, von Dombaumeister Wolfgang Zehetner damit beauftragt, ein neues Lichtkonzept für die Kathedrale zu erstellen. „Da kann man keine Standardleuchten verwenden. Es gab sehr große Kontraste, aber kein angenehmes Grundlicht, um beispielsweise in Gesangsbüchern lesen zu können. Außerdem nahm man den Raum nicht wahr. Die vielen Hängeleuchten schufen einen starken Horizont, sonst herrschte lichttechnisch ein Wildwuchs von unterschiedlichen, blendenden Lichtquellen.“

Der Dom ist 107,2 Meter lang, 34,2 Meter breit, das Mittelschiff des Langhauses 28 Meter hoch, die Seitenschiffe bringen es auf 22,4 Meter Höhe. „Das Wesentliche an der Gotik ist ihr Streben nach oben. Wir wollten diese Vertikalität betonen“, so podpod design. „Außerdem war uns ein Anliegen, dass man die Lichtquellen nicht sieht. In der Gotik brannten hier echte Kerzen: diese sanfte Atmosphäre wollten wir erzeugen. Daher war auch wichtig, die Gewölbe und Säulen aufzuhellen. Unser Lichtkonzept sollte nicht schreien, sondern berühren.“

„Das Wesentliche an der Gotik ist ihr Streben nach oben.“

podpod design entwickelten mit der Firma Schrutek kleine Strahler mit einem sehr engen Ausstrahlungswinkel von 3°, damit man das Licht präzise lenken kann. Jeder dieser Strahler braucht nur 4 Watt, erzielt aber viel Effekt in dem riesigen Raum. Mehrere dieser Strahler wurden in eigens entworfenen Penden in mehreren Segmenten übereinander angebracht, alle Strahlungswinkel so berechnet…

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