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OLM Eco-Apart Hotel im Tauferner Ahrntal ©KOTTERSTEGER

OLM Eco-Apart Hotel im Tauferner Ahrntal ©KOTTERSTEGER

in bauten

Ring statt Chalet

Isabella MarboevonIsabella Marboe

Als riesiger Ring mit 95 Meter Außendurchmesser liegt das OLM-Eco-Aparthotel in der Almlandschaft des Tauferner Ahrntales. Diese Großform ist wesentlich landschaftsverträglicher als ein Chaletdorf. Das Vierstern Superior-Hotel ist vor allem aus regionalen Materialien gebaut und wird energieautark betrieben.

Das Tauferner Ahrntal in Südtirol ist so naturbelassen, wie man es nur noch selten findet. Ein weiter, sonniger Talboden mit satten Almwiesen in einer Berglandschaft mit zwanzig Gipfeln, wie die Ortschaft Sanders auf ihrer Website wirkt. Hier liegt das neue Eco-Aparthotel OLM. Olm ist das Südtiroler Wort für Alm, es steht auch für die Unendlichkeit im Lauf der Zeit. Müsste man dem Kreislauf der Natur eine Form geben, es wäre der Kreis. Genau das tut das OLM.

Das OLM Eco-Aparthotel von oben ©KOTTERSTEGER

Der umtriebige Unternehmer Christian Lechner kennt die Gegend gut. Etwas außerhalb von Sand lag dort im kleinen Weiher Walburgen der Prennhof seines Onkels auf 960 Meter Seehöhe. Die Prenn-Bauern hatten eine Viehwirtschaft, hielten ein paar Pferde und betrieben seit den 1970ern auch eine Jugendherberge mit Stockbetten und Aufenthaltsraum. Rund 65 Personen konnten dort übernachten, Schifahren, wandern und die Berge erobern. Als die Bauern alt wurden, übergaben sie ihren Hof dem Neffen. Der beschloss, dort ein Hotel der Vierstern-Kategorie zu errichten. Das war nur möglich, weil hier schon ein Beherbergungsbetrieb gestanden war.

Das neue Hotel durfte maximal 4.200 m² Grundfläche verbrauchen. Lechner beauftragte die Südtiroler Andreas Gruber Architekten (AGA) mit der Planung und Thomas Steiner als Hotelberater, zumal die durchaus komplexe Branche für den Investor noch Neuland war. AGA bauen mit wertigen, regionalen Materialien und knüpfen auf zeitgemäße Art an örtliche Traditionen an. Die Architekten hatten bereits die Obomilla Waldchalets realisiert, auch in Sand dachte man ursprünglich an ein Chaletdorf. „Das wäre an diesem Ort unverantwortlich gewesen“, sagt Gruber. „Diese Aneinanderreihung von Volumen hat einen hohen Bodenbedarf, trägt sehr stark zur Zersiedelung bei und bietet dem Gast keine Privatheit.“

In die Landschaft integrieren

Der Bauherr sah das genauso. Es ging…

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