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The promised city

Antonia BarboricvonAntonia Barboric

Erkundungstour in der Seestadt Aspern. Wieso fühlt man sich in dieser Stadt abseits der Stadt an Amerika erinnert? Und was hat Batman mit dieser Besiedelung zu tun? Eine sehr persönliche Wahrnehmung von neuer Stadtplanung voller kultureller Assoziationen.

Der Mensch braucht Vergleiche. Anhand von Analogien versucht er, die Welt und alles, was darin passiert, zu verstehen. Und das beinhaltet visuelle Eindrücke und gesellschaftliche Parameter wie die Architektur.

Seestadt Panorama mit Baufeld 2023 © Wien 3420

Reist man wie ich kürzlich, von Korneuburg kommend, halbwegs gemütlich im Pkw Richtung 22. Wiener Gemeindebezirk, mitten im Regen, passiert man erste Großbaustellen an der Hausfeldstraße – Projekt „Hausfeld Höfe“ –, die teils unbefestigt und wider Empfinden mitten in Wien liegt. Hat man dann, am Anfang der Seestadtstraße, den ein- oder doch ausladenden Turm des Forschungsprojekts Aspern Smart City Research (ASCR) erreicht, ist man wirklich da: in der Seestadt Aspern. Oder amerikanischer: in the middle of nowhere. Denn genau so fühlt es sich an, mitten im Niemandsland, schaut man in die – noch – unverbauten, brachliegenden Grüngegenden Richtung Nordosten. Effektiv ist aber auch da nicht mehr viel Platz vorhanden, um noch verbaut zu werden.

Das brachliegende Land, das Niemandsland – das ist schon elegisch. Welche Musik lässt sich als Untermalung für so einen Sightseeing-Ausflug heranziehen? Da wäre einmal ein Lied von der Grazer Band Polkov, die von einem FM4-Moderator geografisch so treffend verortet wurde als „from the deserts of Graz“. Das Lied heißt „Promised Land“ und klingt tatsächlich nach amerikanischer Prärie. Ist die Seestadt solch ein „promised land“ oder de facto: eine „promised city“? Ein anderes Lied schließt sich in der Playlist einfach an, kann aber nicht passender sein: „How Dare You!“ von der Salzburger Band Steaming Satellites, die den Song dem Austro-Western „Das finstere Tal“ (2014) von Andreas Prochaska zur Verfügung gestellt hat. Eine Kampfansage an die Seestadt, um sich als echte, ernst zu nehmende Stadt zu präsentieren? Und ja, auch die Austro-Cowboys „reiten“ bekanntlich – in der Tiroler Filmkulisse auf Pferden, in der Seestadt in Autos oder auf Drahteseln. Zu Letzteren s…

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