Fast dreißig Jahre arbeitete Fritz Idam an Sanierung und Ausbau seines Hauses in Hallstatt. Es lehrte ihn viel über alte Bautraditionen, in denen viel Erfahrungswissen steckt. Ein Porträt.
„Verbotener Eingang“ steht auf dem Metallschild an der Lattenzauntür, als ob der Zaun alleine nicht genügte. Dahinter führen zwölf Felsstufen – steinalt, etwas Moos in den Ritzen, teils mit Beton geflickt – die weiße Hausmauer entlang hinauf zum nächsten Gatter. Auf dem steht „Fritz“, noch eine Vierteldrehung nach rechts und man stünde vor der Eingangstür von Fritz Idam.

Willkommen in Hallstatt, dem Dorf der vielen steilen Treppen und Häuser am Hang, die fast alle direkt an und in den Fels gebaut sind. Vor allem die in erster und zweiter Reihe, an der Seepromenade und dem Friedrich-Morton-Weg, wo Idam wohnt, tragen Aufschriften und Piktogramme mit eindeutigen Botschaften. Damit wollen Hallstätter und Hallstätterinnen die Touristenhorden in Zaum halten, die das angeblich „schönste Dorf der Welt“ stürmen. In der Hochsaison sind es bis zu 10.000 am Tag, irgendjemand hat selbst auf seine Pflanzen laminierte A4-Blätter mit der Aufschrift „Privatgarten“ gehängt.
Ritterschlag
Das Haus von Fritz Idam ist besonders, es trägt den Ritterschlag des Bundesdenkmalamts, „Kulturdenkmal“ steht auf der Bruchsteinwand, die an seinen Sockel anschließt, wie ein Adlerhorst ragt hoch oben das hölzerne Salettl über die Mauerkante. Es bildet den Abschluss des Gartens, der sich dort im ersten Stock vor der Küche ausbreitet. Ursprünglich stand es etwas weiter vorne, Idam hat es versetzt. An die dreißig Jahre arbeitete er an Sanierung und Umbau dieses Hauses, erst kürzlich wurde es ganz fertig.

Wie ein Grenzbalken legt sich auch vor der zweiten Außentreppe an der…







